05. Mai 2021

Den eigenen Weg zu GOTT finden - Jürgen Drüker bietet Geistliche Begleitung an

Delbrück/Hövelhof. Als Pastor ist Jürgen Drüker seit November 2018 mitverantwortlich für die Pastorale Arbeit im Pastoralen Raum Delbrück-Hövelhof. Da ein Schwerpunkt seiner Arbeit die Einzelbegleitung von Menschen ist, hat Erzbischof Hans-Josef Becker ihn nun aufgrund seiner Zusatzqualifikationen offiziell mit dem Dienst der Geistlichen Begleitung beauftragt. Zusammen mit 32 weiteren Personen aus dem Erzbistum Paderborn.

Für das Gespräch mit Gott und den Menschen bereit:
Für das Gespräch mit Gott und den Menschen bereit:
Jürgen Drüker, der die geistliche Begleitung einzelner anbietet.
© Wortart, Almut Thöring

Pastor Drüker, was kennzeichnet die Geistliche Begleitung?
Drüker: „Geistlicher Begleiter zu sein, heißt für mich, Menschen auf ihrem Glaubensweg zu begleiten. Aus meiner Sicht will GOTT mit jedem Menschen seinen eigenen Weg gehen. Eine Geistliche Begleitung hat für mich dabei den Auftrag, dem Menschen, der zu mir kommt, hilfreich zu sein, für sich diesen Weg GOTTES mit ihm erkennen zu können und für sich auch die Frage zu klären: ,Möchte ich diesen Weg gehen? Und wenn ja: Was brauche ich, um diesen Weg gehen zu können′?“

Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten bringen Sie dafür mit?
Drüker: „Menschen zu begleiten heißt erst einmal, zuhören zu können. Und nicht sofort den Eindruck, den dieser Mensch – sei es durch sein Äußeres oder durch sein Erzählen – bei mir hervorruft, zu analysieren und zu bewerten, sondern herauszuhören, was das Anliegen des jeweiligen Menschen ist: Was sind seine Fragen und wie ist sein Weg mit Gott bisher verlaufen? Um dafür eine geschärfte Wahrnehmung zu bekommen, war für mich sowohl die Supervisionsausbildung (2008-2011) als auch die derzeitige Zusatzausbildung in Logotherapie und Existenzanalytischer Begleitung und Beratung sehr hilfreich. Ebenso gewinnbringend ist für meine Tätigkeit als Geistlicher Begleiter natürlich sowohl mein Theologiestudium als auch die Fortbildungen im kontemplativen Gebet. Grundlage für jedes Gespräch aber ist aus meiner Sicht, dass es sich bei jedem Treffen nie um ein Zweiergespräch handelt, sondern dass GOTT bei jedem Gespräch anwesend ist. Daher beginnt jedes Gespräch mit einem Gebet zum Hl. Geist, dass ER dieses Gespräch führen und leiten möge.“

Solche Anliegen und Fragen klärt man aber nicht unbedingt in zwei Monaten……
Drüker: „Es ist sehr unterschiedlich! Einige Menschen kommen zu mir, um die Frage nach Ehe, Diakonen- bzw. Priesteramt als Berufung abzuklären bzw. das Leben dieser Berufung. Andere Menschen kommen mit der Frage nach dem GOTTESBILD oder mit dem Anliegen, ins Gebet hineinzuwachsen und damit in die Vertiefung der Beziehung zu GOTT. Ebenso fragen viele Menschen nach sich selbst als Geschöpf GOTTES mit seinen Talenten und Charismen. Je nach Klärungsbedarf kann ein Prozess von mehreren Monaten bis zu mehreren Jahren dauern. Dies hängt individuell von dem Menschen ab, der zu mir kommt. Natürlich kann es auch passieren, dass wir im Gespräch feststellen, dass vielleicht eine andere Person ein geeigneterer Geistlicher Begleiter oder eine Geistliche Begleiterin für diesen Menschen wäre.“

Es geht also darum, mit Ihrer Unterstützung zu lernen und zu erfahren, das Wirken GOTTES in uns und unserem Leben anzunehmen?
Drüker: „Es wäre sehr schön, wenn dies ermöglicht werden könnte.“

Bedeutet für Sie diese Aufgabe nicht auch ein lebenslanges Lernen?
Drüker: „Natürlich (lacht), das gehört dazu! Manche Menschen hätte ich so vor zehn Jahren in ihrer Komplexität nicht begleiten können. Von jedem Menschen, der zu mir kommt, lerne ich auch etwas! Ebenso wichtig ist natürlich, dass ich einen eigenen Geistlichen Begleiter habe und mich in diesem Bereich kontinuierlich fortbilde, auch im eigenen Geistlichen Leben.“

Sie begleiten eine Vielzahl an Menschen. Welches Alter haben sie? Gibt es da besondere Auffälligkeiten?
Drüker: „Nein, diese Menschen sind von Mitte 20 bis Mitte 80, Frauen und Männer, verheiratet, ehelos, alleinerziehend, partnersuchend oder sich auf die Ehe vorbereitend. Dies ist ja das Wunderschöne an dieser Aufgabe: Sie ist nie auf eine Art bestimmten Menschen festgelegt und jeder Mensch, der neu zu mir kommt, ist eine neue Herausforderung und ein neuer Gewinn mit seiner je eigenen Lebensgeschichte und mit seinen je eigenen Fragen.“

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