23. Mai 2021

Gottes Part hören und in sich aufnehmen - Zwei junge Männer aus unserem Pastoralen Raum zu Priestern geweiht

Paderborn (pdp). Der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker spendete am Samstag vor Pfingsten, vier Männern im Hohen Dom zu Paderborn das Sakrament der Priesterweihe. Damit wurden die Diakone Jonathan Berschauer aus Wilnsdorf-Rödgen, Rolf Marcel Fischer aus Hagen, Stephan Kersting aus Westenholz und Florian Reddeker aus Hövelhof am Vigiltag des Pfingstfestes in die Gemeinschaft der Priester des Erzbistums Paderborn aufgenommen. Geladene Familienmitglieder und Gläubige aus den Heimat- und Diakonatsgemeinden konnten den Gottesdienst unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen im Hohen Dom mitfeiern. Viele Interessierte waren zudem via Live-Stream dabei. Am Ende des Gottesdienstes sagte Erzbischof Becker, dass unter den vier Neupriestern der einhundertste Priester ist, den er als Paderborner Erzbischof für das Erzbistum geweiht hat.

Gott habe für jeden einzelnen Menschen eine eigene Stimme und eine unverwechselbare Lebensmelodie vorgesehen, führte Erzbischof Hans-Josef Becker in seiner Predigt aus: „Ihre Lebensmelodie erfährt heute eine sakramentale Linienführung: Das Sakrament der Weihe schlägt den Ton in Ihnen und durch Sie an, jenen Ton, den wir als Gottes Part erkennen dürfen“, sagte der Paderborner Erzbischof zu den Weihekandidaten. Es komme darauf an, dass jeder diesen Part als seinen höre und in sich aufnehme, denn nur dann ein guter Zusammenklang, eine Symphonie möglich.


Die jedem Menschen von Gott zugedachte persönliche Lebensmelodie komme erst im Zusammenklang mit anderen Stimmen zur vollen Entfaltung, so Erzbischof Becker. „Es soll ein Chor entstehen, in dem jeder sein Lebenslied einbringt. So kann durch uns das Lied Jesu Christi erklingen. Und Gott erkennt uns als Menschen, die zu Christus gehören.“ Mit Blick auf das bevorstehende Pfingstfest betonte Erzbischof Becker, es komme alles darauf an, „dass Gott durchkommt, sein Atem, sein schöpferischer Geist, der Menschen begeistern kann.“

Zeichen der Zuversicht

„Als Ortskirche von Paderborn sind wir Gott dankbar, dass wir heute die Priesterweihe von vier Männern feiern dürften“, sagte Erzbischof Hans-Josef Becker am Ende des Gottesdienstes. „Wir dürfen in Dankbarkeit diesen Tag feiern und um Gottes Begleitung bitten, für die neuen Priester, für die Gemeinden und für uns selbst.“ Er sagte zudem, dass unter den vier Neupriestern der einhundertste Priester ist, den er als Paderborner Erzbischof für das Erzbistum Paderborn geweiht hat: „Ich bin dankbar für dieses ‚Jubiläum‘, verrate aber nicht, welcher der vier Neupriester es ist!“


Hier bin ich
Hier bin ich
Die vier Weihekandidaten wurden durch Diakon Andreas Todt namentlich aufgerufen, traten einzeln vor Erzbischof Becker und erklärten mit den Worten „Hier bin ich!“ ihre Bereitschaft zur Weihe
Weiheversprechen
Weiheversprechen
Versprechen
Versprechen
Während die vier Kandidaten (hier Stephan Kersting) einzeln vor Erzbischof Hans-Josef Becker knieten und ihre Hände in seine Hände legten, versprachen sie ihm und seinen Nachfolgern Ehrfurcht und Gehorsam. Dieses Foto zeigt Stephan Kersting beim ablegen dieses Versprechens.
© Thorsten Hennig / Erzbistum Paderborn
Versprechen
Versprechen
Hier verspricht Florian Reddeker dem Erzbischof Ehrfurcht und Gehorsam.
© Thorsten Hennig / Erzbistum Paderborn
Hingabe
Hingabe
Die Gottesdienstteilnehmer beteten dann für die Weihekandidaten und riefen die Heiligen der Kirche um Beistand an. Die vier Priesteramtskandidaten lagen währenddessen als Zeichen ihrer Hingabe flach ausgestreckt auf dem Boden des Altarraums im Hohen Dom – ein Ritual, das charakteristisch ist für jede Priesterweihe in der ganzen katholischen Weltkirche.
© Thorsten Hennig / Erzbistum Paderborn
Handauflegung
Handauflegung
Nach der Allerheiligenlitanei legte Erzbischof Hans-Josef Becker jedem Weihekandidaten schweigend die Hände auf den Kopf und erbat für ihn die Kraft und Vollmacht Gottes. Auf diese Weise wird das geistliche Amt in der katholischen Kirche weitergegeben. Hier legt der Erzbischof Florian Reddeker die Hände auf.
© Thorsten Hennig / Erzbistum Paderborn
Handauflegung
Handauflegung
... und hier Erzbischof Hans-Josef Becker Stephan Kersting die Hände auf.
Aufnahme in die Gemeinschaft der Priester
Aufnahme in die Gemeinschaft der Priester
... und hier Erzbischof Hans-Josef Becker Stephan Kersting die Hände auf.
© Thorsten Hennig / Erzbistum Paderborn
Salbung der Hände
Salbung der Hände
Erzbischof Becker salbte dann den vier Neugeweihten jeweils die Hände mit heiligem Chrisam-Öl als Zeichen der Verbindung mit Jesus Christus. Hier erhält Stephan Kersting die Salbung.
© Thorsten Hennig / Erzbistum Paderborn
Salbung der Hände
Salbung der Hände
Erzbischof Becker salbte dann den vier Neugeweihten jeweils die Hände mit heiligem Chrisam-Öl als Zeichen der Verbindung mit Jesus Christus. Hier erhält Florian Reddeker die Salbung
© Thorsten Hennig / Erzbistum Paderborn
Brot und Wein - Eucharistie
Brot und Wein - Eucharistie
Schließlich überreichte der Paderborner Erzbischof den vier Neupriestern (hier Florian Reddeker) jeweils Brot in einer Hostienschale und Wein in einem Kelch als Zeichen für den Auftrag, die Eucharistie zu feiern.
© Thorsten Hennig / Erzbistum Paderborn
Brot und Wein - Eucharistie
Brot und Wein - Eucharistie
Schließlich überreichte der Paderborner Erzbischof den vier Neupriestern (hier Stephan Kersting) jeweils Brot in einer Hostienschale und Wein in einem Kelch als Zeichen für den Auftrag, die Eucharistie zu feiern.
© Thorsten Hennig / Erzbistum Paderborn
Zeichen der Verbundenheit und Gemeinschaft
Zeichen der Verbundenheit und Gemeinschaft
Zum Abschluss der Weihehandlung tauschten Erzbischof Hans-Josef Becker und der Regens des Erzbischöflichen Priesterseminars Paderborn als Konzelebrant mit den neugeweihten Priestern den Friedensgruß als Zeichen der Verbundenheit und Gemeinschaft.
© Thorsten Hennig / Erzbistum Paderborn
Eucharistie
Eucharistie
Dann feierten Erzbischof Becker sowie Regens Dr. Michael Menke-Peitzmeyer als Konzelebrant gemeinsam mit den vier neuen Priestern des Erzbistums Paderborn die Eucharistie.
© Thorsten Hennig / Erzbistum Paderborn
Erzbischof Hans-Josef Becker konnte heute ein eigenes Jubiläum begehen,
Erzbischof Hans-Josef Becker konnte heute ein eigenes Jubiläum begehen,
denn der Paderborner Erzbischof spendete heute dem einhundertsten Priester das Weihesakrament.
© Thorsten Hennig / Erzbistum Paderborn
Die vier Neupriester
Die vier Neupriester
erfahren traditionsgemäß erst am Tag ihrer Weihe, wo ihr erster Einsatzort als Priester sein wird.
© Thorsten Hennig / Erzbistum Paderborn

Neupriester Stephan Kersting aus der Pfarrei St. Joseph in Westenholz wurde 1987 geboren, sein Abitur machte er 2007 am Gymnasium Nepomucenum in Rietberg. Anschließend absolvierte Kersting bis 2012 ein Lehramtsstudium an der Universität Paderborn mit den Fächern Geschichte, Englisch und Religion. Danach studierte er an der Theologischen Fakultät Paderborn und der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom Philosophie und Theologie. Sein Schul- und Gemeindepraktikum absolvierte Kersting im Pastoralen Raum Am Revierparkt in Dortmund, wo er auch als Diakon tätig war. Seine Heimatprimiz wird Neupriester Stephan Kersting in der Pfarrkirche St. Joseph in Westenholz am Pfingstmontag, 24. Mai 2021, um 10 Uhr feiern, um 16 Uhr ist eine Festandacht mit der Spendung des Primizsegens geplant. Die Nachprimiz ist für den 30. Mai 2021 in der Pfarrkirche St. Joseph in Ostenland um 10 Uhr vorgesehen, um 16 Uhr eine Festandacht als Abschluss der Maiandachten mit der Spendung des Primizsegens um 17 Uhr.

Neupriester Stephan Kersting wird eingesetzt als Vikar in der Pfarrei St. Petri, Hüsten, im Pastoralen Raum Hüsten. Leiter des Pastoralen Raumes ist Dechant Daniel Meiworm.


Neupriester Florian Reddeker aus der Pfarrei St. Johannes Nepomuk in Hövelhof wurde 1992 geboren. Nach seinem Abitur am Gymnasium Schloß Neuhaus machte Reddeker von 2011 bis 2012 einen Bundesfreiwilligendienst in der Katholischen Hochschulgemeinde in Paderborn. Danach studierte er an der Universität Bielefeld zwei Semester Rechtswissenschaft, von 2013 bis 2018 studierte er an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Theologie. Im Januar 2019 trat er ins Erzbischöfliche Priesterseminar Paderborn ein. Sein Schul- und Gemeindepraktikum absolvierte Reddeker im Pastoralen Raum Am Phoenixsee in Dortmund, wo er auch nach seiner Diakonenweihe als Diakon tätig war. Als Neupriester wird Florian Reddeker seine Primiz am Pfingstsonntag, 23. Mai 2021, um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk in Hövelhof feiern. Eine Anmeldung zum Präsenzgottesdienst ist erforderlich. Am darauffolgenden Dreifaltigkeitssonntag, 30. Mai 2021, wird Neupriester Florian Reddeker um 11.30 Uhr die Nachprimiz in St. Joseph in Dortmund-Berghofen feiern.

Neupriester Florian Reddeker wird eingesetzt als Vikar in der Pfarrei St. Johannes Baptist, Neheim, im Pastoralen Raum Neheim und Voßwinkel. Leiter ist Pfarrer Stephan Jung.

Texte: Thomas Throenle / Stellvertretender Pressesprecher im Erzbistum Paderborn

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